Alpin Notruf: 140

Das Wochenende war geprägt von schönem Frühlingswetter und nutzen zahlreichen Ausflügler das Wetter sowie den Muttertag für eine Wanderung oder alpine Touren. Dies führte zu zwei Einsätzen für die Ortsstelle Reichenau.

Die erste Alarmierung ging am Samstagnachmittag ein, nachdem ein Kletterer am Schneeberg abgestürtzt war. Das Team der Bergrettung unterstützte am Boden, die Bergung wurde durch den Polizeihubschrauber durchgeführt.

Die zweite Alarmierung ging am Sonntagabend um 21.04 Uhr ein. Ein 56-jähriger Mann und seine 81-jährige Mutter befanden sich am Törlweg und konnten aufgrund von körperlicher Erschöpfung und Dunkelheit den Abstieg nicht weiter fortsetzen. 
Die zwei waren – gemeinsam mit Enkelin und Lebenspartnerin – um 13.30 Uhr mit der Rax-Seilbahn auf den Berg gefahren. Nach einer Wanderung zum Ottohaus und dem Aufstieg auf den Jakobskogel, kehrten sie im Schutzhaus ein. Leider wurde die Zeit vergessen, sodass die letzte Gondel nicht mehr erreicht werden konnten und so beschlossen sie um 17.00 den Törlweg zur Talstation abzusteigen. Die Länge (>1100 Höhenmeter, 8km) wurde jedoch unterschätzt, aufgrund der Steilheit, der Wegbeschaffenheit und der Dunkelheit kamen sie nur sehr langsam voran und mussten schließlich den Notruf absetzen.
Nach Abklärung durch die Einsatzleitung, wurde ein Bergeteam zusammengestellt und kurz nach 21.30 Uhr rückten die Bergretter gemeinsam mit der Alpinpolizei aus und begannen mit den Zustieg.
Um 22.08 Uhr erreichte ein 2-köpfiger Voraustrupp die beiden Personen und nahm die Erstversorgung vor. Die männliche Person war in guter körperlicher Verfassung, die 81-jährige Wienerin war jedoch nicht mehr gehfähig, weshalb eine terrestrische Bergung notwendig wurde. Einige Minuten später traf auch das Bergeteam mit der Gebirgstrage ein; nach dem Einbringen der Dame in diese und konnte um kurz vor 22.30 Uhr mit dem Abstieg begonnen werden. 30min dauerte der Abtransport am Wanderweg; nach ca 200 Höhenmeter traf das Bergeteam beim Bergrettungsfahrzeug ein, mit dem die beiden in die Zentrale einrückten. Um 23.17 Uhr waren schließlich alle Einsatzkräfte wieder retour und es konnte Einsatzende vermeldet werden.

Glücklicherweise blieben die beiden Wanderer unverletzt und die Damen konnte – nach dem Aufwärmen in der Bergrettung Reichenau – mit ihrem Sohn und der Familie, die nun ebenfalls eingetroffen war, den Heimweg im KFZ antreten.

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