Es freut uns ganz besonders, ein neues, fertig ausgebildetes Mitglied in der Bergrettungsfamilie in Reichenau begrüßen zu können. Mit März 2026 hat Yannick Phönix seine Ausbildung im Rahmen des Winterkurses in Mitterbach erfolgreich abgeschlossen und ist in den aktiven Dienst als ehrenamtlicher Bergretter übergetreten. Lieber Yannick, wir gratulieren dir von ganzem Herzen. Du bist bereits während der Ausbildung zu einer super wichtigen Säule unserer Crew geworden, nicht nur bei Einsätzen, sondern auch als Mitglied im Ausschuss und bei den zahlreichen Events, an denen wir teilnehmen.
Bevor wir Yannick zu Wort kommen lassen, um seine Reise zu erzählen, wollen wir auch Thomas Greger gratulieren. Er hat im Rahmen der Ausbildungswoche den Gruppenleiter-Kurs erfolgreich abgeschlossen. Thomas ist nicht nur als Materialwart sehr wichtig, auch hat er mit seiner Hündin die Ausbildung zum Hundeführer begonnen. Wir wünschen dir dazu viel Spaß und Erfolg.
Und nun die ganz persönliche Reise von Yannick zum Bergretter:
Im August 2023 ging’s für mich richtig los: Ausbildung, Action, Abenteuer – und ja, auch Schweiß und Muskelkater! Kaum war ich in der Ausbildungsgruppe angekommen, hieß es: „Lernen, lernen, lernen!“ Rettungstechniken? Check. Alpine Skills? Klar – und dabei wurde mir schnell klar, dass es hier nicht nur um Seil und Karabiner geht, sondern um echte Verantwortung und das gute Gefühl, gebraucht zu werden.
Die erste große Hürde? Die Eignungsüberprüfung im Sommer 2024. Dank guter Vorbereitung und noch besserer Nerven habe ich sie gemeistert – auch wenn ich vorher gefühlt tausend Mal den Rucksack gepackt habe, nur um sicherzugehen, dass nichts fehlt. Nach der Aufnahmeprüfung durfte ich 2025 endlich in den Sommerbasiskurs. Eine Woche Intensivkurs – und zwar nicht nur in Sachen Technik, sondern auch Teamgeist. Aus lauter Individualisten wurde in Rekordzeit eine eingeschworene Truppe. Die Erkenntnis: Zusammen geht wirklich alles besser, sogar frühes Aufstehen!

Direkt danach hieß es: „Winter is coming!“ Also: Training, Schwitzen, manchmal Fluchen – und am Ende die Winter-Eignungsüberprüfung. Ich hab’s tatsächlich geschafft! Und das Gefühl? Unbezahlbar. Gemeinsam mit einem Kollegen durfte ich dann Anfang 2026 ausmustern und den nächsten Dienstabschnitt starten. Das war nicht nur ein Erfolg, sondern auch ein kleiner Reality-Check: Jetzt zählt nicht mehr nur Lernen, sondern vor allem, füreinander da zu sein – und für alle, die da draußen auf uns hoffen.
Nächster Halt: letzter Kurs der Basisausbildung in Mitterbach. Eine Woche Winter, Schnee, Herausforderungen – und ganz viel Teamwork. Der Winterbasiskurs ist legendär und der Ritterschlag für angehende Bergretter. Mit vereinten Kräften haben wir’s gerockt!
Mit Urkunde und Abzeichen in der Tasche bin ich jetzt offiziell im aktiven Dienst. Ich freue mich auf alles, was noch kommt – auf neue Übungen, coole Techniken und darauf, im Notfall wirklich was bewegen zu können. Es macht mich stolz, Teil dieser Profi-Truppe zu sein. Zusammenhalt? Haben wir! Und genau deshalb schaffen wir auch die kniffligen Einsätze.
Klar, die Ausbildung war lang und manchmal echt anstrengend. Aber bereut? Keine Sekunde! Gerade im Ehrenamt merkt man: Mit Herzblut, Zeit und ein bisschen Mut kann man richtig was reißen. Ohne Freiwillige wie uns läuft im österreichischen Rettungswesen gar nichts.
Also: Wer Lust auf Abenteuer, Teamspirit und ein gutes Gefühl hat – kommt vorbei, wir brauchen euch!