Den baldigen Ferienbeginn und Start des Bergsommers haben der NÖ Zivilschutzverband und die Bergrettung Niederösterreich zum Anlass genommen, sich am 11. Juni auf der niederösterreichischen Raxalm im Berggasthof in Reichenau einzufinden, um auf die Wichtigkeit des Themas Prävention hinzuweisen.
Der Appell von Bergrettung und Zivilschutzverband lautet, sich wieder auf die Grundregeln im Alpinsport zu besinnen, die in den letzten Jahren in Vergessenheit geraten sind. Das zeigt auch die Statistik der letzten Jahre, wonach ein Drittel der Einsätze mit unverletzten Personen absolviert wurde. Bei knapp 800 Einsätzen in Niederösterreich heißt das, dass die ehrenamtlichen Bergretter mehr als 250 Mal jährlich ausrücken müssen, weil sich Menschen in den Bergen schlecht vorbereiten würden, ausgerüstet seien oder sich vergangen hätten.
Seitens der Bergrettung werden drei wesentliche Sicherheitssäulen vorgeschlagen, um sicher in den “Bergsommer” zu starten: erstens, eine gute Tourenplanung und Vorbereitung, zweitens, eine durchdachte Ausstattung und Ausrüstung und drittens, das richtige Verhalten im Notfall.
Man solle bei der Planung einer Tour überlegen: Wo gehe ich hin, wie ist das Gelände und wie ist das Wetter dort? Empfehlenswert ist, auch im Sommer immer eine warme Bekleidung im Rucksack mitzunehmen. Zur Planung gehöre auch, sich zu erkundigen, wie lange eine Tour dauert – und dann rechtzeitig loszugehen. Gerät man tatsächlich in eine Notlage, sollte der Alpinnotruf 140 rechtzeitig gewählt werden – und nicht etwa nach stundenlangen Versuchen, sich selbst zu retten erst in den späten Abendstunden, wenn eine Rettung eventuell nur mehr unter erschwerten Bedingungen möglich ist. Unter https://bergrettung-nw.at/tipps/ können wichtige Tipps abgerufen werden.
Im Sinne der Prävention werden Zivilschutzverband und Bergrettung in den kommenden Wochen sowohl in den Medien, auf Social Media und in den Gemeinden und Zivilschutzmedien verstärkt informieren.