Alpin Notruf: 140

Im April und Mai durfte die Bergrettung Reichenau gemeinsam mit ORF und metafilm an mehreren Tagen im Rax-Gebiet an einer Dokumentation drehen. Fertig ausgebildete und erfahrene Bergretter:innen, Mitglieder in Ausbildung und unsere Jugendbergrettung durfte dabei hautnah mitwirken und selbst vor der Kamera stehen. Als auch die Crew entsprechend im Gelände zu sichern. Es waren super Drehtage, fast genauso abwechslungsreich wie die Tätigkeit als Bergretterin und Bergretter. Details übrigens hier auf der Homepage unter Bergretter:in werden

Aber worum ging es bei der Dokumentation, die am Dienstag auf ORF 2 seine Premier feierte.
Auf ORF ON TV ist die Sendung noch bis 24.09.2024 22.44 Uhr online abrufbar: kreuz und quer: Auf schmalem Grat – Bergretter – ORF ON

Was ist Mut? Ist es die Fähigkeit, körperliche Gefahren oder Schmerzen zu ertragen? Ist es die Bereitschaft, für die eigene Überzeugung einzustehen? Ist es die Überwindung, sich seinen Ängsten zu stellen? Oder die Kraft, auch gegen Widerstände den eigenen Weg zu gehen? Alles davon trifft zu – und nichts davon trifft es ganz. Denn der Begriff „Mut“ ist in seiner Vielschichtigkeit schwer zu fassen.

Die von der Metafilm produzierte „kreuz und quer“-Dokumentation „Auf schmalem Grat – Bergretter“ stellt sich der Herausforderung, die Komplexität des Themas greifbar zu machen. Dafür erforscht die Filmcrew unter der Regie von Klaus T. Steindl ganz unterschiedliche Aspekte von Mut. Und zwar dort, wo man diese Eigenschaft sehr häufig braucht: im alpinen Gelände.

Klaus T. Steindls Film erforscht die vielseitigen Facetten von Mut am Beispiel von freiwilligen Bergrettern und einem Extremsportler im alpinen Gelände. Die Kamera begleitet einerseits die freiwilligen Bergretter aus Reichenau bei ihrer herausfordernden Tätigkeit im Training und bei realen Einsätzen zwischen Rax und Schneeberg. Andererseits lässt sich der Extremsportler Mich Kemeter bei der Ausübung seiner Passion über die Schulter blicken – u. a. beim Freeclimbing in der Steilwand, beim Absprung mit dem Gleitschirm oder beim Slackline-Balanceakt über dem Abgrund.

Parallel zu den eindrucksvollen Bildern erlauben die Protagonistinnen und Protagonisten einen Blick in ihr Inneres. Sie sprechen über ihre Gedanken, Zweifel und Ängste, räsonieren darüber, wie sie mit Gefahren umgehen, welche Risiken sie eingehen, wo sie Grenzen ziehen und was sie zu ihrem Tun motiviert. Der Film lädt dazu ein, den individuellen und dennoch höchst verbindenden „Mutspuren“ der gezeigten Menschen zu folgen und vielleicht auch die eigene Position zu kalibrieren.

 

VIELEN DANK AN ANDREA MINAUF, KLAUS STEINDL und das gesamte Team. Es hat unfassbar viel Spaß gemacht. Und auch an Michael Kemeter für den großartigen Drehtag mit dir im Höllental.

 

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